„Die geben den Text doch sowieso an einen Juristen weiter…“

… also ist es doch nicht so schlimm, wenn ein Bescheid unverständlich ist.
Das bekomme ich in Workshops immer wieder zu hören.
Ich sehe das anders: Auch juristische und andere Fachleute profitieren von einfacher Sprache. Auch sie verstehen Texte besser, in denen ein paar Grundregeln beherzigt werden:

  • Subjekt – Prädikat – Objekt
  • Ein Text soll eine für die lesende Person erkennbare Struktur haben.
  • Was zusammengehört, steht an einer Stelle.

Und wenn dann noch die Schachtelsätze ausgepackt und die Gesetzeszitate aus dem Fließtext herausgenommen werden: Dann verstehen sogar die angeschriebenen BürgerInnen, was ihnen der Staat mitteilen will!